Ganz normale Männer

das Reserve-Polizeibataillon 101 und die "Endlösung" in Polen

Author: Christopher R. Browning

Publisher: N.A

ISBN: 9783499608001

Category: Polen - Deutschland / Reserve-Polizei-Bataillon 101 - Judenvernichtung - Geschichte

Page: 330

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Ganz normale Männer? Perspektiven der NS-Täter-Forschung

Author: Anton Distler

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638758281

Category:

Page: 36

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Essay aus dem Jahr 2003 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,0, Albert-Ludwigs-Universitat Freiburg (Historisches Seminar), Veranstaltung: Proseminar B:, Sprache: Deutsch, Abstract: Wer bekannte sich verantwortlich fur diese Untaten? Gab es eine kollektive deutsche Schuld? Reichte der Verweis auf den vermeintlich unhintergehbaren Befehl des Fuhrers, der absoluten Gehorsam im Sinne von ein Volk, ein Reich, ein Fuhrer" einforderte, aus, um sich von jeglicher menschlicher Verantwortung und Schuld fur den Massenmord freizusprechen? War also Adolf Eichmann nur" ein gefall- und ruhmessuchtiger Schreibtischhengst" (Wojak, S. 195.) oder in abgrundiger Dummheit" (Arendt, S. 129.) der Vertreter der Banalitat des Bosen" schlechthin, wie Hannah Arendt in ihrem Prozessbericht vermuten lasst Aber, um einmal ohne Maskierung des Geschehenen zu fragen und zu argumentieren: Wer waren denn nun konkret die Deutschen, die jenen Millionen ( ) judischen Menschen den Tod besorgten, als seien sie weniger Wert als Schlachtvieh? Handelte es sich nur um ganz normale deutsche Manner, wie Browning es vermuten lasst oder waren es, laut Goldhagen, die ganz normalen Deutschen insgesamt, die ganz normalen Deutschen, die als mobile(n) Volkermordkohorten, (die) als Weltanschauungskrieger" (Goldhagen, S. 321.), den bestens organisierten Mord an den judischen Kindern, Frauen, alten und jungen Mannern begingen? "Die beschriebene Unmoglichkeit, eine Geschichte zu erzahlen, bildet die psychische Realitat einer extremen Terror-Handlung prazise ab" (Reemtsma, S. 143.). Die hier zitierte extreme Terrorhandlung steht beispielhaft fur die gezielte, geplante und fast vollstandig durchgefuhrte Judenvernichtung durch Hitlers Nationalsozialismus. Reemtsma will die spezifische Logik" des Terrors herausstellen, eine einfache Beschreibung dessen verwehrt. Reemtsma fuhrt daher die Wortschopfung Terroratio ein, um jene(n) Prozess der Zerstorung von Erfa"

Lauter ganz normale Männer

Ein Krimi – nur für Frauen

Author: Katrin Skafte,Erik Skafte

Publisher: S. Fischer Verlag

ISBN: 3105603751

Category: Fiction

Page: 240

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Lauter ganz normale Männer sind es, die einer rätselhaften Mordserie zum Opfer fallen. Sie alle enden mit einem Messer im Bauch. Ein Journalistenehepaar – Katrin und Erik – ist auf der Suche nach Storys. Sie versuchen, in Erfahrung zu bringen, was hinter all dem steckt. Dabei geraten die beiden auf die richtige Spur. Was mit Erik, dem nach Storys, Sensationen, Thrill und Spannung süchtigen Journalisten, passiert, einem ganz normalen Mann, versteht sich, sollte die Leserin besser selbst nachlesen. Ein Krimi – nur für Frauen. (Dieser Text bezieht sich auf eine frühere Ausgabe.)

Wie wurden „ganz normale Männer“ zu Mördern? Browning, Goldhagen und das Polizeibataillon 101

Author: Hajo Kiel

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3656004021

Category: History

Page: 27

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Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 1,3, Europa-Universität Flensburg (ehem. Universität Flensburg), Sprache: Deutsch, Abstract: In den 90er Jahren beschäftigten sich Daniel Goldhagen und Christopher Browning beide mit dem Polizeibataillon 101. Doch sie kamen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. In meiner Arbeit vergleiche ich ihre Ergebnisse und beleuchte ihre Beteiligung an der "Goldhagen Debatte".

"Hitlers willige Vollstrecker" oder "Ganz normale Männer"

Author: Thomas Hanifle

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638107671

Category: Political Science

Page: 16

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Studienarbeit aus dem Jahr 2001 im Fachbereich Politik - Politische Theorie und Ideengeschichte, Note: 1, Universität Wien (Politikwissenschaft), Veranstaltung: Proseminar Politische Theorie - Theorien über Neorassismus und Antiislamismus, 7 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: 1. Einleitung "Mir schien, ich hätte die Untaten als kollektive erfahren: Vor dem braungewandeten NS-Amtswalter mit Hakenkreuzbinde hatte ich auch nicht mehr Angst gehabt als vor dem schlichten feldgrauen Landser. Auch wurde ich den Anblick der Deutschen auf einem kleinen Bahnsteig nicht los, wo man aus den Viehwaggons unseres Deportationszuges die Leichen aufgeladen und aufgeschichtet hatte, ohne daß ich auch nur auf einem der steinernen Gesichter den Ausdruck des Abscheus hätte lesen können."(1) Wie war es möglich, daß sogenannte normale Bürger während des Nationalsozialismus zu Massenmördern wurden? Wie kam es, daß die Mehrheit der deutschen Bevölkerung zumindest passiv den Holocaust hinnahm und kein Mitgefühl für die Ermordeten entwickelte? Was war die Motivation der Täter? Was für ein institutioneller Rahmen umgab die Aktionen der Massenvernichtung? Wie wurden diese von den Tätern beurteilt? Warum waren die Männer brutaler, als es für die Erfüllung eines Befehls erforderlich war? Warum zeigten die meisten eine erstaunliche Eigeninitiative und Freiwilligkeit bei der Verfolgung von Juden? Mit diesen Fragen möchte ich mich in meiner Arbeit beschäftigen. Mit Hilfe der Darstellung und des Vergleichs der Werke von Daniel Jonah Goldhagen und Christopher R. Browning werde ich versuchen, die Handlungsmotivationen der „Täter“ darzustellen. Der Vergleich der Werke ist deshalb interessant, weil sich die jeweiligen Darstellungen des Reserve-Polizeibataillons 101 auf die gleichen Quellen beziehen, jedoch von den beiden Autoren unterschiedlich interpretiert werden. [...] ______ 1 Amery, Jean: S.106

Männer und der ganz normale Wahnsinn

Author: Karen Templeton

Publisher: HarperCollins

ISBN: 3955762831

Category: Fiction

Page: 192

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Seit dem Fiasko mit der Hochzeit - ihr Verlobter Greg hat einfach gekniffen! - geht bei Ginger Petrocelli alles schief: erst stirbt ihr Chef, dann wird das Designerbüro geschlossen, und schließlich bekommt sie es auch noch mit einem Hund zu tun, der vor lauter Kummer nicht fressen will. Gemeinsam mit ihrer Freundin Terry (schwarz, zweimal geschieden, zynisch) und ihrer Cousine Shelby (Jüdin, ultimativ verheiratet, quirlig) beschließt sie, ihr Leben neu in die Hand zu nehmen. Dabei wird sie tatkräftig unterstützt von Nick, netter Nachbar und Retter in der Not.

Fragen zum Holocaust

Interviews mit Prominenten Forschern und Denkern

Author: David Bankier

Publisher: Wallstein Verlag

ISBN: 9783835300958

Category: Historians

Page: 343

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Ganz normale Organisationen

Zur Soziologie des Holocaust

Author: Stefan Kühl

Publisher: Suhrkamp Verlag

ISBN: 351873878X

Category: Social Science

Page: 411

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Warum waren während der Zeit des Nationalsozialismus so viele Deutsche bereit, sich an der Vernichtung der europäischen Juden aktiv zu beteiligen? Stefan Kühl behauptet: Es war die Einbindung in Organisationen des NS-Staats, die diese Menschen dazu gebracht hat, sich an Deportationen und Massenerschießungen zu beteiligen – und zwar unabhängig von den ganz unterschiedlichen Motiven, die sie ursprünglich zum Eintritt in diese Organisationen bewogen haben. Kühl belegt diese These unter Einbeziehung der einschlägigen geschichtswissenschaftlichen und sozialpsychologischen Forschung, aber mit dem theoretischen Instrumentarium der Soziologie. Er zeigt damit auch, was diese wissenschaftliche Disziplin mit Blick auf das Thema zu leisten vermag.

Die Täter der Shoah

fanatische Nationalsozialisten oder ganz normale Deutsche?

Author: Gerhard Paul

Publisher: Wallstein Verlag

ISBN: 9783892445036

Category: Germany

Page: 276

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Soziologische Analysen des Holocaust

Jenseits der Debatte über "ganz normale Männer" und "ganz normale Deutsche“

Author: Alexander Gruber,Stefan Kühl

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3658068957

Category: Social Science

Page: 254

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Die Autoren dieses Bandes entwickeln am Beispiel des Hamburger Reserve-Polizeibataillons 101 soziologische Perspektiven auf die Beteiligung der Ordnungspolizisten am Holocaust. In den Beiträgen geht es nicht vorrangig darum, bislang unbekannte beziehungsweise in Vergessenheit geratene historische Sachverhalte darzustellen, sondern neue soziologische Perspektiven auf historisch bereits erschlossene Sachverhalte zu entwickeln. Die Autoren leisten damit Beiträge für eine soziologische Analyse des Holocaust, die sich von den dominierenden Analysen der Geschichtswissenschaft durch ihre theoretische Perspektive unterscheiden.

Das Reserve-Polizeibataillon 101 im Blickpunkt von Christopher R. Browning und Daniel J. Goldhagen

Wie wurden ganz normale Männer zu Mördern?

Author: Tina Walz

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3656912505

Category: History

Page: 14

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Studienarbeit aus dem Jahr 2013 im Fachbereich Geschichte Europa - Deutschland - Nationalsozialismus, II. Weltkrieg, Note: 2,0, Universität Konstanz, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Frage nach der Schuld am Holocaust und der Ermordung von fast 6 Millionen Juden ist nach Ende des Zweiten Weltkrieges eine oft gestellte Frage, welcher sich viele Historiker der Neuzeit stellen. Während zu Beginn der Forschung, abgesehen von den großen, bekannten Befehlsgebern, die allgemeine Bevölkerung unbeleuchtet bleibt, rückten in den 90er Jahren die einfachen Täter des Holocausts in den Vordergrund. Der amerikanischen Historiker Christopher R. Browning nahm mit seinem 1992 erschienenen Buch „Ganz normale Männer - Das Reservebataillon 101 und die „Endlösung“ in Polen“, den Anlass, die erste wissenschaftlichen Studie über ein Polizeibataillon zu verfassen. Dabei stellt er in den Vordergrund, wie es möglich sein konnte, dass „ganz normale Männer“ zu Massenmörder wurden. Daniel Jonah Goldhagen antwortete seinerseits vier Jahre später mit dem Buch „Hitlers willige Vollstrecker - Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust“ und äußert sich darin unter anderem zu dem selben Thema. Dabei gelangt er zu einem anderen Ergebnis als Christopher R. Browning, obwohl sich beide Historiker auf die gleichen Quellen, berufen, nämlich den Aussagen und Gerichtsakten der ehemaligen Angehörigen des Reserve-Polizeibataillons 101. Diese wurden im Zuge der strafrechtlichen Verfolgung von NS-Verbrechen von der Hamburger Staatsanwaltschaft innerhalb von 10 Jahren (1962-1972) eingeholt. Derartige Quellen müssen mit einem kritischen Auge betrachtet werden, da die Angeklagten in Gefahr laufen, durch eine belastende Aussage nicht nur andere Kameraden, sondern auch sich selbst zu belasten. Diese Arbeit wirft zunächst einen kurzen Blick auf die durch Goldhagens Buch ausgelöste Debatte und beschäftigt sich anschließend mit dem Reserve-Polizeibataillon 101, um im Anschluss Brownings Thesen zur Motivation der Täter des Bataillons, sowie Goldhagens Kritik an dessen Thesen herausarbeiten zu können. Ziel der Arbeit soll es sein, wesentliche Unterschiede beider Historiker aufzuzeigen. Abrunden wird die Arbeit ein Fazit, sowie meine persönliche Meinung. Die Quellenlage zu diesem Thema ist durchaus vielfältig und unübersichtlich, da viele Wissenschaftler sich zur Goldhagen-Debatte geäußert haben. Die weiten Kreise, welche diese Debatte nach sich zog werden in meiner Arbeit ebenso eine untergeordnete Rolle spielen, wie auch die zahlreiche Kritik an Goldhagens Thesen.

Der Ganz normale Mann

Frauen und Männer streiten über ein Phantom

Author: Matthias Bisinger

Publisher: N.A

ISBN: N.A

Category: Men

Page: 248

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Täter

wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden

Author: Harald Welzer

Publisher: N.A

ISBN: 9783596167326

Category: Genocide

Page: 323

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"Bestien" und "Befehlsempfänger"

Frauen und Männer in NS-Prozessen nach 1945

Author: Ulrike Weckel,Edgar Wolfrum

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

ISBN: 9783525362723

Category: History

Page: 271

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Was wurde Männern, was Frauen in den Nachkriegsprozessen zur Last gelegt? Warum löste es besonderes Entsetzen aus, wenn Frauen Kapitalverbrechen begingen? Hat von Männern ausgeübte Grausamkeit die Phantasie weniger beflügelt? Warum hielten es so viele Männer für Erfolg versprechend, sich als bloße Befehlsempfänger, Bürokraten und »Rädchen im Getriebe« darzustellen? Lassen sich äquivalente Selbststilisierungen bei weiblichen Angeklagten und ihren Verteidigern finden? Und wenn ja, entwickelten sie vor Gericht oder in der Presse Überzeugungskraft?Wie Frauen zu Täterinnen im Nationalsozialismus wurden, ist seit Längerem Thema der Forschung, ihr Auftreten in den Gerichtsprozessen der Nachkriegszeit blieb bislang unbeachtet. Auch das Verhalten der mehrheitlich männlichen Angeklagten ist noch nie aus geschlechtergeschichtlicher Perspektive analysiert worden. Beides untersuchen die Beiträge dieses Bandes erstmals systematisch und vergleichend - ein wichtiger Beitrag zur nationalsozialistischen Täter- und Täterinnenforschung.

Sexualität, Mißbrauch, Gewalt

Das Geschlechterverhältnis und die Sexualisierung von Aggressionen

Author: Hans-Christian Harten

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3322970604

Category: Social Science

Page: 287

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Über Mißbrauch und sexuelle Gewalt wird oft unsachlich diskutiert, weil die Ergebnisse der empirischen und theoretischen Forschung noch zu wenig berücksichtigt werden. Diesem Mangel versucht diese Arbeit abzuhelfen. Gestützt auf die angelsächsische Forschung entwickelt der Autor einen sozialisationstheoretischen Deutungsansatz, der aus der Sackgasse polarisierender Schuldzuweisungen hinausführt. Sexuelle Gewalt hat ihren Ursprung in der geschlechtsspezifischen Sozialisation und Erziehung und wird sich letztlich nur in dem Maß auflösen lassen, wie sich, pointiert formuliert, Männer an der primären Erziehung beteiligen.

Berufswunsch Henker

Warum Männer im Nationalsozialismus Scharfrichter werden wollten

Author: Klaus Hillenbrand

Publisher: Campus Verlag

ISBN: 3593397234

Category: History

Page: 294

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Tausende Menschen starben während der nationalsozialistischen Diktatur durch das Fallbeil. Einige wenige Scharfrichter töteten damals im Auftrag einer skrupellosen Justiz unterschiedslos Widerstandskämpfer, Diebe und Gewaltverbrecher. Berichte über diese Henker verlockten viele Deutsche dazu, sich selbst um das einträgliche Amt des Scharfrichters zu bewerben. Hunderte Schreiben gingen bei den Behörden ein; doch nur den wenigsten gelang es, tatsächlich zum "staatlich bestallten Mörder" zu werden. Die Bewerber waren teils überzeugte Nationalsozialisten, teils Arbeitslose in großer persönlicher Not. Unter ihnen fanden sich Frontsoldaten ebenso wie Metzger, Polizisten und Krankenpfleger. Das Buch stellt die Praxis der Vollstreckung der Todesstrafe im "Dritten Reich" dar und bietet den Versuch einer Typologie der Henker. So wird deutlich, zu welchen Gewaltexzessen manche Deutsche im NS-Staat bereit waren.

Täter

Wie aus ganz normalen Menschen Massenmörder werden

Author: Harald Welzer

Publisher: S. Fischer Verlag

ISBN: 3104000824

Category: History

Page: 336

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Auf beunruhigende Weise wird gezeigt, wie Tötungsbereitschaft erzeugt wird und wie wenig wir unseren moralischen Überzeugungen trauen können. Über den Holocaust ist viel geschrieben worden, aber die wichtigste Frage ist bis heute nicht beantwortet: Wie waren all die „ganz normalen Männer“, gutmütigen Familienväter und harmlosen Durchschnittsmenschen imstande, massenhaft Menschen zu töten? Es gab keine Personengruppe, die sich der Aufforderung zum Morden verschlossen hätte, weshalb Erklärungsansätze, die sich auf die Persönlichkeiten der Täter, ihre Charaktereigenschaften, ihre psychische Verfassung richten, nicht weiterführen. Welzer untersucht Taten aus dem Holocaust und anderen Genoziden in ihrem sozialen und situativen Rahmen und zeigt, wie das Töten innerhalb weniger Wochen zu einer Arbeit werden kann, die erledigt wird wie jede andere auch. Mit seiner sozialpsychologischen Studie öffnet sich eine Perspektive auf die Täter, die auf beunruhigende Weise erhellt, wie Tötungsbereitschaft erzeugt wird, und wie wenig Vertrauen wir in die Stabilität unserer moralischen Überzeugungen haben sollten.

Wehrmacht im Ostkrieg

Front und militärisches Hinterland 1941/42

Author: Christian Hartmann

Publisher: Walter de Gruyter

ISBN: 3486702262

Category: History

Page: 936

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Wehrmacht in der NS-Diktatur: Über 17 Millionen Soldaten. Kaum eine deutsche Familie, die nicht einen Angehörigen bei der Wehrmacht hatte. Was waren sie: Täter, Opfer, ganz "normale" Männer oder willige Vollstrecker? Um ihren Anteil an Krieg und Besatzung präzise und anschaulich zu bestimmen, konzentriert sich die Darstellung von Christian Hartmann auf fünf deutsche Divisionen. Sie hätten unterschiedlicher nicht sein können. Identisch sind dagegen ihr Einsatzraum, die Sowjetunion, und die Zeit, das erste Jahr des "Unternehmens Barbarossa". Gerade die Analyse dieses Mikrokosmos ́ bietet die Chance, einer Forderung zu entsprechen, die in der Debatte über die Wehrmacht oft zu hören war - die einer realistischen wie differenzierten Darstellung dieser Armee, ihrer Angehörigen und nicht zuletzt ihrer Funktionen, die sie in Hitlers Kriegen hatte.

Berufswunsch Henker

Warum Männer im Nationalsozialismus Scharfrichter werden wollten

Author: Klaus Hillenbrand

Publisher: Campus Verlag

ISBN: 3593397234

Category: History

Page: 294

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Tausende Menschen starben während der nationalsozialistischen Diktatur durch das Fallbeil. Einige wenige Scharfrichter töteten damals im Auftrag einer skrupellosen Justiz unterschiedslos Widerstandskämpfer, Diebe und Gewaltverbrecher. Berichte über diese Henker verlockten viele Deutsche dazu, sich selbst um das einträgliche Amt des Scharfrichters zu bewerben. Hunderte Schreiben gingen bei den Behörden ein; doch nur den wenigsten gelang es, tatsächlich zum "staatlich bestallten Mörder" zu werden. Die Bewerber waren teils überzeugte Nationalsozialisten, teils Arbeitslose in großer persönlicher Not. Unter ihnen fanden sich Frontsoldaten ebenso wie Metzger, Polizisten und Krankenpfleger. Das Buch stellt die Praxis der Vollstreckung der Todesstrafe im "Dritten Reich" dar und bietet den Versuch einer Typologie der Henker. So wird deutlich, zu welchen Gewaltexzessen manche Deutsche im NS-Staat bereit waren.