Montesquieus Gottesbild in den "Persischen Briefen"

Author: Sebastian Riege

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3640888448

Category: History

Page: 10

View: 5949

Studienarbeit aus dem Jahr 2009 im Fachbereich Geschichte - Weltgeschichte - Moderne Geschichte, Note: 2,3, Bergische Universität Wuppertal, Veranstaltung: Das Zeitalter Voltaires, Sprache: Deutsch, Abstract: Charles-Louis de Secondat, Baron de la Brède et de Montesquieu war ein Auf-klärer im 18. Jahrhundert. Frankreich war in dieser Zeit von Umbrüchen in ver-schiedenen Bereichen geprägt. Soziale Umschichtungen und ein Umdenken in Bezug auf die Toleranz gegenüber nicht katholischen Konfessionen, um dafür nur zwei Beispiele zu nennen. In seinen 1721 verfassten „Persischen Briefen“ beschreibt Montesquieu aus vorgeblich arabischer Perspektive die französische Gesellschaft mit allen ihren Eigenheiten. Ziel dieser Arbeit ist es Montesquieus Gottesbild anhand dieser Quelle zu betrachten und wie sie sich von der damals üblichen Anschauung unterschied. Zur Betrachtung dieses Themas ist es darüber hinaus unerlässlich die Ereignis-se in Frankreich zur Zeit der Verfassung zu beachten. Außerdem kann diese Frage nur beantwortet werden, wenn zuvor die üblichen Lehrmeinungen der katholischen Kirche betrachtet werden. Zuletzt werden andere Kritiker der reli-giösen Praxis während dieser Zeit kurz beschrieben, um Montesquieus Kritik in einen Gesamtzusammenhang zu stellen. Der Hauptteil der Hausarbeit wird sich schließlich vor allem auf den Text der ‚Persischen Briefe‘ beziehen.

Persische Briefe

Author: Charles Montesquieu

Publisher: Oregan Publishing

ISBN: 2291017233

Category: Fiction

Page: 432

View: 1070

Die "Lettres persanes" (erste Ausgabe 1721) des französischen Staatsphilosophen der Aufklärung Charles-Louis de Secondat, Baron de La Brède de Montesquieu (so sein vollständiger Name) ist eines der wirkmächtigsten Bücher der Weltliteratur, zugleich eines der erfolgreichsten zu seiner Zeit. Es ist nach der französischen Revolution allerdings zunehmend in den Schatten von Montesquieus Hauptwerk, "De l'esprit des loix" (1748, Vom Geist der Gesetze), getreten, obwohl es im Vergleich zu den politischen Positionen in den Persischen Briefen durchaus als Rückschritt betrachtet werden kann. Im Gegensatz zu dem Hauptwerk gehen die Persischen Briefe unterhaltsam und satirisch an die zentralen Fragestellungen der Zeit heran; wenn man bedenkt, dass es dem Verfasser vor allem darum zu tun gewesen sein soll, mit diesem Text seine Aufnahme in die Academie française, die er in den Briefen noch dazu gehörig verspottet, zu erreichen - was ihm auch gelang -, dann drängt sich der Gedanke auf, dass das Selbstinteresse einmal mehr einen Zweck durchgesetzt hat, den es gar nicht vordringlich verfolgte.

Persische Briefe

Author: Charles Louis de Secondat de Montesquieu

Publisher: N.A

ISBN: N.A

Category:

Page: 400

View: 8873

Montesquieu's Persische Briefe

Author: Charles Louis de Secondat de Montesquieu

Publisher: N.A

ISBN: N.A

Category: History

Page: 209

View: 5746

A satire recounting the experiences of two Persian noblemen, Usbek and Rica, who are traveling through France.

Kritik europäischer Länder in Montesquieus 'Lettres Persanes'

Author: Boris Vormann

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 363886300X

Category: Literary Criticism

Page: 23

View: 1040

Studienarbeit aus dem Jahr 2007 im Fachbereich Romanistik - Französisch - Literatur, Note: 1,0, Technische Universität Dresden (Institut für Romanistik), Veranstaltung: Montesquieu: Lettres Persanes, 21 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Als im Jahr 1721 ein anonymer Autor seinen Briefroman, die Persischen Briefe, in Amsterdam veröffentlichte, blickte Europa auf ein turbulentes Jahrzehnt zurück. Der spanische Erbfolgekrieg, ein Relikt der Jahrhundertwende, das noch in dieses Jahrzehnt zwischen 1710 und 1720 hineinwirkte, hatte die Machtstrukturen innerhalb Europas nachhaltig verschoben. Der Sukzessionsstreits blieb ungeklärt und sollte in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts von dem Krieg der Quadrupelallianz dominiert werden, einem Bündnis zwischen England, Frankreich, Österreich und den Niederlanden, das mit dem spanischen Königreich um die Vorherrschaft im Mittelmeerraum rang. Im Norden Europas hatten sich durch den nordischen Krieg die Machtverhältnisse zugunsten des russischen Reiches neu strukturiert, das als Großmacht aus diesem Krieg heraustreten sollte. Montesquieus Persische Briefe, die er zunächst anonym veröffentlicht hatte und mit welchen er kurze Zeit später sprunghaft berühmt werden sollte, nutzten das Mittel des Briefromans, um unzensiert das eigene Vaterland Frankreich kritisieren zu können, das unter dem späten Ludwig XIV. unter der Herrschaftsform des Absolutismus stand. Die Beurteilung Frankreichs durch das Prisma der fiktiven persischen Reisenden Usbek und Rica hinterleuchtet diese französische Gesellschaft, ihre Sitten, den hypokritischen Umgang französischer und europäischer Eliten mit der Religion und wirft eine Kritik an politischen und sozialen Missverhältnissen seinerzeit auf. Die Kritik an Europa und anderen europäischen Ländern sollte nicht weniger scharf ausfallen. Die Stimme dieser Betrachtungen verlieh Montesquieu meist den Kontaktpersonen Usbeks und Ricas in verschiedenen Ländern. Aus Venedig berichtet Rhédi seinem Freund Usbek, Ibben schreibt aus Izmir im osmanischen Reich und Nargum betrachtet das Zarenreich Moskaus als persischer Gesandter in Moskowien. Diese Arbeit soll Montesquieus Beschreibungen verschiedener europäischer Länder zu Anfang des 18. Jahrhunderts vor dem Hintergrund realpolitischer Machtkonstellationen, der entstehenden nationalen Identitäten und internationaler, geschichtlich gewachsener Animositäten analysieren. Allerdings soll hierbei die Textanalyse in Zusammenhang mit Montesquieus Idealvorstellung politischer Herrschaftsformen geschehen, die er später im Geist der Gesetze formulieren sollte und die in den persischen Briefen ihren geistigen Ursprung fanden. Die Kritik an den europäischen Ländern ist folglich auch immer nur als zweckdienliche Beurteilung dessen zu verstehen, was verschiedenartige, staatenspezifische Ausformungen möglicher Herrschaftsmechanismen sind. Die Kritik ist somit nicht nur Mittel zum Zweck, sondern vielmehr als eine literarische Erklärung der Staatsphilosophie von Montesquieu zu verstehen.

Persische Briefe

Author: Charles de Secondat baron de Montesquieu

Publisher: N.A

ISBN: N.A

Category:

Page: 408

View: 4981

Selbstmord in der Frühen Neuzeit

Diskurs, Lebenswelt und kultureller Wandel am Beispiel der Herogtümer Schleswig und Holstein

Author: Vera Lind

Publisher: Vandenhoeck & Ruprecht

ISBN: 9783525354612

Category: History

Page: 518

View: 7702

Weltliteratur für Bürgertöchter

die Übersetzerin Sophie Mereau-Brentano

Author: Britta Hannemann

Publisher: Wallstein Verlag

ISBN: 9783892448969

Category: English literature

Page: 311

View: 968

Bisher weitgehend unbekannt: die umfangreichen Übersetzungstätigkeiten der Sophie Mereau. Sophie Mereau(-Brentano) (1770-1806) ist zwar als Schriftstellerin längst wiederentdeckt worden, ihre Leistungen als Übersetzerin sind jedoch noch weitgehend unbekannt. Dabei hat sie eine große Zahl von Übersetzungen und Bearbeitungen aus dem Französischen, Englischen und Italienischen vorgelegt, so z.B. die Novellen aus Boccaccios Decamerone, Passagen aus Montesquieus Lettres persanes oder Madame de LaFayettes La princesse de Clèves, Corneilles Cid und Ovids >Narziss

Meine Reisen in Deutschland 1728 - 1729

Author: Charles-Louis Montesquieu

Publisher: Klett-Cotta

ISBN: 3768100901

Category: Art

Page: 216

View: 4274

Zwischen April 1728 und Oktober 1729 bereiste der französische Literat, Satiriker und Rechtsphilosoph Charles-Louis de Montesquieu das deutsche Reich. Seine Reiseerlebnisse bieten einen intimen und überraschenden Einblick in die vielfältigen Lebensbezüge und Alltagswelten der Deutschen im Zeitalter des Barock und der Aufklärung. Als Adliger, der zugleich ein gefeierter Schriftsteller war, hatte Montesquieu Zugang zu allen Ständen. Seine Beobachtungen sind stets lakonisch, sprühen dabei vor Witz, Charme und Ironie und porträtieren gekonnt Land und Leute. »Die Deutschen sind den Elefanten vergleichbar; zunächst wirken sie schrecklich, doch sobald man sie gestreichelt hat und ihnen schmeichelt, werden sie sanftmütig. Dann braucht man nur noch die Hand auf ihren Rüssel zu legen, und sie lassen einen willig auf ihren Rücken klettern.«

Die Parisdarstellung in Montesquieus "lettres persanes"

Author: Katrin Half

Publisher: GRIN Verlag

ISBN: 3638349861

Category: Literary Criticism

Page: 22

View: 4399

Studienarbeit aus dem Jahr 2002 im Fachbereich Romanistik - Französisch - Literatur, Note: 1,0, Johannes Gutenberg-Universität Mainz (Romanisches Seminar), 16 Quellen im Literaturverzeichnis, Sprache: Deutsch, Abstract: Die Lettres persanes sind ein frühes Zeugnis der französischen Aufklärung, deren Gedanken Montesquieu mit dem Werk "De l’esprit des lois" fortführt. In der Form des Briefromans, welche zu jener Zeit nicht neu war, eröffneten sich dem Autor neue Möglichkeiten, seine Ziele einer breiten Masse zugänglich zu machen. Diese gilt es anhand der folgenden Untersuchung in den Kontext von Montesquieus Parisdarstellung einzubetten. Mit Hilfe der wechselseitigen Beschreibungen sowohl des Orients als auch des Okzidents aus verfremdetem Blickwinkel werden zeitgenössische europäische Probleme greifbar, die den ersten Teil dieser Arbeit bestimmen. Ferner stehen der Autor selbst und das Werk selbst im Vordergrund. Der Zweite Teil befasst sich aus diesem Vorverständnis heraus mit der Lesbarkeit der Stadt Paris innerhalb des Werkes unter Beachtung von Montesquieus Grundprinzipien.

Schlüsselwerke der Politikwissenschaft

Author: Steffen Kailitz

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3531904000

Category: Political Science

Page: 493

View: 7868

Die Politikwissenschaft kann stolz auf einen bemerkenswerten Bestand an fruchtbaren Theorien und Forschungsergebnisse blicken. Die Vielzahl der politikwissenschaftlichen Werke ist aber selbst für den ausgebildeten Politikwissenschaftler kaum überschaubar. Die „Schlüsselwerke“ sollen bei der Orientierung helfen. Aus dem reichhaltigen Bestand der politikwissenschaftlichen Literatur nimmt der Band jene heraus, die in besonderem Maße die Entwicklung der Politikwissenschaft spiegeln. Der spannende Streifzug durch die Politikwissenschaft führt von Platons politischer Philosophie bis zum aktuellen Vetospieleransatz von Georg Tsebelis.

Keine Toleranz den Intoleranten

Warum der Westen seine Werte verteidigen muss

Author: Alexander Kissler

Publisher: Gütersloher Verlagshaus

ISBN: 3641174813

Category: Social Science

Page: 184

View: 6339

Von der Gefahr falscher Kompromisse! Schweinefleisch verschwindet aus Schulbüchern, die Moschee von der Seifenpackung – die Selbstzensur des Westens treibt absurde Blüten. Zwar werden Presse- und Meinungsfreiheit beschworen, aber Terror wirkt: Nach den Pariser Anschlägen wird hier und da gefordert, man müsse Blasphemie stärker unter Strafe stellen ... Muss man wirklich Verständnis dafür haben, dass besonders Fromme besonders reizbar sind? Wollen wir die Freiheit opfern für die Illusion, dadurch die Freiheitsfeinde zu besänftigen? Alexander Kisslers neues Buch ist ein entschiedener Aufruf, die Meinungs- und Religionsfreiheit selbstbewusst zu stärken. Schluss mit der Illusion, Freiheitsfeinde besänftigen zu können Die Schere im Kopf: Warum zu viel Political Correctness der falsche Weg ist Ein herausfordernder Standpunkt in Zeiten ideologischer Verwirrung

Der Skandal der Vielfalt

Geschichte und Konzepte des Multikulturalismus

Author: Volker M. Heins

Publisher: Campus Verlag

ISBN: 3593421542

Category: Social Science

Page: 205

View: 6367

Der Bau von Moscheen, das Tragen von Kopftüchern in Schulen, das jüdische und muslimische Beschneidungsritual - in den Debatten, die erregt über diese Praktiken geführt werden, erscheinen "fremde" Kulturen und Religionen oft als bedrohend, ja skandalös. Dieser Haltung steht das politische Konzept des Multikulturalismus gegenüber, das für Schutz und Anerkennung kultureller Unterschiede durch Staat und Gesellschaft eintritt. In der politischen Theorie wie in der breiten Öffentlichkeit löst dieser Ansatz heute aber vielfach Unbehagen aus. Der Sozialwissenschaftler Volker M. Heins, der viele Jahre in Kanada, den USA, Israel und Indien gelebt hat, fragt nach den Ursachen dieses Unbehagens. In seinem gut lesbaren Überblick über die internationale Multikulturalismusdebatte zeichnet er die Fortschritte und Rückschläge bei der Auseinandersetzung nach, die in den letzten Jahrzehnten über kulturelle Vielfalt geführt wurde. Seine These lautet, dass der Streit um den Multikulturalismus - um religiöse Symbole, Sprachkompetenz von Migranten, Import internationaler Konflikte, Chancen auf dem Arbeitsmarkt - grundlegende Fragen von Identität, Differenz und Solidarität berührt, die weder im Nationalstaat noch im vereinten Europa gelöst worden sind.

Staats- und Gesellschafts-Lexikon

neues Conversations-Lexikon : in Verbindung mit deutschen Gelehrten und Staatsmännern

Author: N.A

Publisher: N.A

ISBN: N.A

Category: Encyclopedias and dictionaries, German

Page: N.A

View: 6558

Vom Geist der Gesetze

Eine Auswahl

Author: Charles Louis Montesquieu

Publisher: Walter de Gruyter

ISBN: 3111536904

Category: Philosophy

Page: 192

View: 3702

Die Europaidee im Zeitalter der Aufklärung

Author: Rotraud von Kulessa,Catriona Seth

Publisher: Open Book Publishers

ISBN: 1783744014

Category: Literary Collections

Page: 180

View: 6326

Angesichts der aktuellen Herausforderungen – nicht zuletzt politischer Natur – mit denen sich viele europäische Staaten konfrontiert sehen, haben sich die Aufklärungsforscher entschlossen, auf die Geschichte der Europaidee zurückzukommen. Bereits im 18. Jahrhundert und zuvor besann man sich auf gemeinsame Werte und eine gemeinsame Geschichte; die damals gestellten Fragen ähneln in vielen Bereichen den heutigen. Die Autoren und Philosophen der Aufklärung haben so bereits über die Möglichkeiten einer europäischen Einigung zwecks Sicherung des Friedens auf dem Kontinent nachgedacht. Die Texte der vorliegenden Anthologie, verfasst sowohl von den großen Denkern der Zeit (Rousseau, Montesquieu, Voltaire, Kant, Hume oder Germaine de Staël) wie auch von weniger bekannten oder gar in Vergessenheit geratenen, präsentieren, mit einigen chronologischen Exkursen (von Sully bis Victor Hugo), die Ideen der Denker eines weit gefassten 18. Jahrhunderts zu Europa, seiner Geschichte, seiner Vielfalt, aber auch zu den Gemeinsamkeiten der Nationen, die trotz ihrer Vielfalt eine geographische Einheit bilden. Die Texte zeigen uns so die historischen Ursprünge des Projektes der europäischen Einigung, erörtern die Vorteile einer assoziierten Türkei und einer Einbindung des Maghreb sowie die Bedeutung des europäischen Handels. Sie verweisen auch auf die durch die historischen Unruhen verursachten Ängste wie auch auf die Zukunftsperspektiven eines vereinten Europas.