Die Schrift an der Wand - Alexander Kluge: Rohstoffe und Materialien

Author: Christian Schulte

Publisher: V&R unipress GmbH

ISBN: 3899719247

Category: Social Science

Page: 425

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Als dieses Buch im Januar 2000 in erster Auflage erschien, war Alexander Kluge vor allem als Fernsehautor prasent. Seine letzte literarische Veroffentlichung lag 23 Jahre zuruck, sein letzter Film war 1986 in die Kinos gekommen. Wohl niemand hatte damit gerechnet, dass dieser Autor wieder zu einer der zentralen Figuren der bundesdeutschen Kulturszene werden wurde. Im Herbst des Jahres erschien dann die zweibandige Chronik der Gefuhle, ein fulminantes Comeback als Schriftsteller; ein Jahr spater folgte das philosophische Gesamtwerk von Negt/Kluge unter dem Titel Der unterschatzte Mensch. Seither veroffentlicht Kluge beinahe jedes Jahr ein neues Buch. Seine Kinofilme und Fernsehproduktionen liegen inzwischen in mehreren DVD-Editionen vor. Aus heutiger Sicht zieht dieses Buch eine Art Zwischenbilanz. Es kommentiert in exemplarischen Untersuchungen Kluges Werk aus der zweiten Halfte des vergangenen Jahrhunderts. Die thematisch und methodisch heterogenen Beitrage befragen Kluges Textstrategien und die intermedialen Beziehungen zwischen Literatur, Film, Fernsehen, Theorie und Gesprach, jenen Feldern also, die einem der komplexesten uvres der Gegenwart seine inkommensurable Form geben.

Hilfsmechanismen des Stoffwechsels I

Author: N.A

Publisher: Springer-Verlag

ISBN: 3642948243

Category: Medical

Page: 1066

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wurden 150-280 mg% genannt). Entsprechend lag auch der Serumcholesterinwert mit 22 mg %, der Serumphosphorlipidwert mit 45 mg % und der Gesamtlipidwert mit 80 mg% extrem niedrig. Carotinoide konnten überhaupt nicht nachgewiesen werden, und der Vitamin A-Gehalt war mindestens auf 1/ der Norm herabgesetzt. 5 Die Autoren brachten ihre Beobachtung mit der Beschreibung von vier weiteren Fällen von Acanthocytose und Hypocholesterinämie (37-60 mg%) in Zusammenhang, bei welchen zwar auf A-ß-Lipoproteidämie nicht untersucht worden war, die aber durch die große Ähnlichkeit der Symptome als gleiche Krankheit imponierten. Bei allen vier Personen war Konsanguinität bei Eltern oder Großeltern vorhanden. Von größter Bedeutung waren Verlaufsbeobach tungen über mehrere Jahre!, welche Schlüsse auf die Entwicklung, also auch auf die Folgen des ß-Lipoproteidmangels, erlaubten. Alle Kranken, auch der von SALT beobachtete Fall, zeigten cöliakieähnliche Symptome: Durchfallperioden, Fett stühle und röntgenologisch weite Dünndarmlumina. Die älteren Patienten litten an einer atypischen Retinitis pigmentosa und an einer Ataxie vom Typ Friedreich 2. Bei einem vom 13. bis 19. Lebensjahr beobachteten Knaben entwickelte sich in 3 dieser Zeit die Retinitis, und es verstärkten sich die neurologischen Symptome • Daraus ergab sich der naheliegende Schluß, daß die Progredienz des Leidens ihre Ursache in einem durch Transport- bzw. Vehikelinsuffizienz fortwirkenden spezifisch lokalisierten Mangelzustand haben kann. Ob der Mangel an Blut lipiden oder an in Lipiden gelösten Vitaminen und Wirkstoffen (etwa Vitamin A oder Carotinoid) bedeutungsvoller ist, das kann noch nicht näher bestimmt werden.